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News

 

09.10.2016

Bilder + super Rennberichte über das 6h Mtb Rennen in Blaubeuren,

sowie die Mtb-Challenge Illmensee

 

 

25.08.2016

Profilbilder unserer Fahrer wurden aktualisiert

Unsere jährlichen Helfer folgen noch.....

 

24.08.2016

Neue Bilder sind Online

24h Mtb-Rennen in München

 

Bräuhausbude-Cup Orsenhausen

 

19.06.2016

Nicht vergessen:

Bräuhausbude-Cup am 06.07.16 in Orsenhausen

 

12.06.2016

Hauptevents 2016

12.04.2016

Teilnahme an einem Mtb-Fahrtechnikkurs

 

 

Auf jeden Fall lesen......vielen Dank an dich Häbi!

 

5. Mountainbike-Challenge SV Illmensee am 17.09.16

 

Die Vorfreude war groß. Roman Herrmann hatte mir das Rennen ans Herz gelegt – tolle Strecke, gute Veranstaltung. Und weil die Illmenseer auch bei uns am Start waren, dachten wir, da fahren wir mit. Piggl (Frank Ruepp) und Imbe (Ingbert Gehring) meldeten für die 15 km mit 300 hm Kurzstrecke und ich ging beim Hauptrennen (dreifache Distanz, 3 Runden der Kurzstrecke) voll motiviert an den Start. Die Wettervorhersagen waren lange gut und zwei Tage zuvor stand das Thermometer immer noch bei 25 Grad, wie geil! Für den 17.09. verkündete der Deutsche Wetterdienst dann aber den Weltuntergang. 10 bis 15 Grad und Dauerregen. Schöne Scheisse, dachte ich mir.

 

Samstagmorgen, Blick auf den Wetterbericht: kein Regen, teilweise Sonne und bis 20 Grad. Ich hab 2x hingeschaut, konnt’s nicht glauben. Petrus hat uns lieb.

 

Trotz dem, dass uns das Navi 1x falsch geschickt hatte und ich vor lauter Laberei zusätzlich noch falsch abgebogen bin, erreichten wir Illmensee pünktlich. Startunterlagen einschließlich 5-Liter-Apfelsaftbox Startgeschenk abgeholt, angezogen (also umgezogen mein ich, wir waren ja nicht nackt), die Bikes vom Träger geschnallt und erst mal 100 Meter warm gefahren - bis zur nächsten Bierbank am Bierstand vor der Sporthalle. Nach dem berüchtigten letzten Toilettenbesuch begaben wir uns Richtung Start-Ziel-Gerade. Für meine Kumpels ertönte der Startschuss in Ihrem ersten MTB-Rennen überhaupt um 12.30 Uhr. Ich musste die Pferde noch im Zaum halten und durfte erst um 13 Uhr wiehernd auf die Piste – bei Sonne und in kurz/kurz. Da macht das Biken gleich doppelt Spass!

 

Die Niederschläge der Nacht hatten der Strecke nicht geschadet. Bis auf wenige feuchte Stellen waren alle Abschnitte trocken und die Strecke super zu befahren. Zunächst ging‘s bergauf durch einen Bachlauf, weiter ansteigend über einen längeren Wiesenabschnitt und oben „aufm Berg“ auf Asphalt (ca. 1 km). Dann wieder ein Wiesenstück und anschließend ein toller Downhill-Singletrail mit Auslauf. Hier kann man es bei freier Fahrt richtig krachen lassen. Leider war mir das Vergnügen nur in der letzten Runde vergönnt und ich bretterte mit 55 km/h gen Tal. Danach wieder ca. 2 km Asphalt zum ersten Feldweg-Anstieg in den Wald. Wieder ne kurze Abfahrt und anschließend ein langer Zieher (ca. 80hm) mit einer Schlussrampe von 19 %. Oben die Verpflegungsstelle und dann wechselten sich Feld- und Wiesenwege ab ehe der letzte steile Anstieg, diesmal auf Asphalt, wartete. Kurze Abfahrt, nochmals nen leicht steigenden Wiesentrail und anschließend die letzten Kilometer zunächst bergab und dann flach hauptsächlich auf Asphalt bis ins Ziel. Bei trockenen Bedingungen eine sehr schnelle Strecke. Bei Regen wird’s aufgrund der vielen Wiesenabschnitte aber bestimmt extrem hart.

 

Da für das Hauptrennen nur 85 Fahrer gemeldet waren, bestand die Gefahr das Rennen allein auf weiter Flur bestreiten zu müssen. Deshalb hatte ich mir eine äußerst clevere Strategie ausgedacht: Das Hinterrad eines mir ähnlichen Fahrers schnappen oder eine gut harmonierende Gruppe erwischen und so die 45 km in einer möglichst guten Zeit zurücklegen. Das anvisierte Ziel war 2:15 Std.

 

Mein Opfer hieß Hubert Bochtler vom MTB-Team Sauter-Mietkran. Der Hubert ist stärker als ich, das war mir klar, aber die Hoffnung war einfach, mich dranhängen zu können. Das hat leider nicht geklappt. Bis zur Hälfte der ersten Runde habe ich gekämpft und gekämpft, schaffte es aber nicht. War ich mal bis auf wenige Meter an ihm dran zog er wieder weg. Das ging ein paar Mal so und dann ließ ich endgültig abreißen. Er war einfach zu stark und ich wollte nicht schon in der ersten Runde all-in gehen. Nach 40 Minuten passierte ich zum ersten Mal das Ziel. Gute Zeit.

 

Zweite Runde. Gleiches Spiel. Mein nächstes Opfer ein Fahrer vom RC Pfullendorf. Ich war dran. In die Singletrail-Abfahrt bog er vor mir ein und bremste. Die ganze Zeit! Ich glaub, der hatte die Hosen voll. Überholen war nicht drin. Auf der Ebene doch der Stärkere war er weg. 1. Gel. Ab Mitte des Rennens auf mich allein gestellt beendete ich die zweite Runde in 43 Minuten.

 

Dritte und finale Runde. Es war hart allein. Und ich einsam. 2. Gel und an der Verpflegungsstelle 2 Schluck Cola. Der Kohlenhydrat- und Zuckerschub erfolgte unmittelbar und ich flog mit neuer Power gen Ziel. Nach 45 Minuten und einer Gesamtzeit von 2:08 Std. beendete ich das Rennen auf Platz 65. In der Altersklasse landete ich auf Platz 21 von 30 Fahrern. Die Zuschauer waren begeistert und ich mit meiner Zeit zufrieden. An der Verpflegungsstelle war ich umringt von Autogrammjägern und weiblichen Groupies. Aber das ist eine andere Geschichte…

 

Imbe und Piggl waren mit ihrem ersten Renneinsatz ebenfalls sehr zufrieden und finishten in 49 und 50 Minuten. Tolle Leistung Jungs!

 

Fazit: Tolles, abwechslungsreiches und schnelles Rennen. Viele Zuschauer im Start-Ziel-Bereich und auch entlang der Strecke war stellenweise echt viel los. Gute Stimmung. Schmerzlich vermisst habe ich aber das eigentlich übliche Spaghetti-Essen. Schade. Vielleicht überlegt sich das der Veranstalter und bietet das nächstes Jahr an.

 

Euer Häbi